von Marcus am 17.09.2009 unter Autokauf, Reisevorbereitungen
Fangen wir mit Bus Nummer 1 an:
Der war verkauft bevor wir ankamen^^. So ist das Leben. Gut, dass wir beim Bus Nummer 2 einen festen Termin hatten.
Angekommen in einer Sackgasse irgendwo in einem Wohngebiet, stand er da in seinem Delphinblau. [Anm. des Lektors: ob er uns wohl in der giftgrünen Farbe, in welche der Bus augenscheinlich irgendwann einmal komplett getaucht wurde, besser gefallen hätte?] Ein Festivalbus, wie uns schnell aufgrund der diversen RAR und Seek and Destroy-Aufklebern klar wurde. Aber ein deutliches Plus fiel uns gleich ins Auge: VIIEEELL weniger Rost als beim Ersten. Begrüßt wurden wir dann vom Besitzer und einem Freund im Anzug, der wohl für einen etwas besseren Eindruck sorgen sollte.
Nach dem Öffnen der Tür der erste Schock: Ein Bastlerwagen. Angefangen von der 5.1 Surroundanlage, bis hin zu den Zusatzbeinen fürs Bett, damit man ordentlich drauf “rumrocken” kann. Ein besonderes Schmankerl war auch der sehr “sorgfältig” verlegte Korkboden.

Man sieht deutlich die verbesserten Stellen und den tollen Korkboden
Dann machten wir eine Probefahrt. Es fielen uns deutliche Aussetzer im oberen Drehzahlberreich auf [Anm. des Lektors: die wohl daran lagen, dass ich den Bus kalt ordentlich gedreht hab, man muss ja rausfinden, was der motor no aushält
] Es folgte noch einem Bremtest, der vom Fahrer (Tobi) sehr zeitnah angekündigt wurde, sodass die unangeschnallten Passagiere im Fond schmerzhaft Kontakt mit ein paar Kanten machten. Danach begannen wir zu handeln. Auf jeden Fall war der luftgekühlte Motor vom Besitzer sehr gründlich überholt. Gekostet hätte das “gute Stück” dann:
1900€
Wie gut, dass keiner von uns dem Kaufrausch unterlegen ist und so gings wieder heim.
Fazit: kein Bus, aber eine lustige Autofahrt nach München
Fortsetzung folgt.
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von John am 22.08.2009 unter Reisevorbereitungen, Routenplanung
Diese Frage beschäftigte uns jetzt schon öfter. Nachdem wir ja bereits Russland aus der Route genommen haben, sind wir uns jetzt nicht sicher, wie wir das mit Osteuropa “handlen” sollen. Wir sind der Ansicht, dass Osteuropa auf jeden Fall absolut sehenswert ist und es vor allem (für uns) mal etwas “Neues” wäre. Doch leider gibt es auch Gründe, die gegen eine Durchfahrt sprechen.
Finanziell: Wenn wir uns Osteuropa anschauen, dann richtig. Doch das würde unsere Route natürlich enorm aufblähen. Folge: Steigende Sprit-, Maut- und Versorgungskosten. Die Liste der steigenden Kosten könnte ich jetzt so weiterführen.
Zeitlich: Haben wir dann überhaupt noch genügend Zeit, unsere Tour (wie von uns gewünscht) zu beenden, oder müssten wir dann aus zeitlichen Gründen abbrechen? Für eine gescheite Osteuropareise müssten wir sicherlich gut einen Monat einplanen.
Unsere Lösung (?): Wir haben uns jetzt entschieden, dass ganze spontan zu machen. Wir haben die Osteuroparoute einfach an das Ende unserer Reise gelegt. Falls wir dann (z.B. in der Schweiz) sehen, dass wir noch genügend Zeit und Geld zur Verfügung haben, gehts los. Wenn nicht: Pech gehabt.
Lassen wir uns also von unserer Spontaneität überraschen!
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von Marcus am 14.08.2009 unter Das sind wir, Tobi
Lange hat sich nichts mehr getan. Nur unsere Packliste wird immer länger und langsam machen wir uns Sorgen, ob wir alles in den VW Bus hineinbekommen. Hilfreich beim Vergrößern dieser waren die zahlreichen gemeinsamen Urlaube von uns zwei.
Unsere Freunde können es auch schon langsam nicht mehr hören, wenn wir immer wieder abschweifen und von der Reise träumen. Aber anscheinend konnten wir doch jemanden vom großem Unternehmen überzeugen.
An Tobi!!!

Ein immer begeisterter Typ
Ja, dieses Foto sagt eigentlich schon alles^^
Man muss aber auch dazu sagen, dass wir ihn schon sehr lange bearbeitet haben, da er der einzige war, den wir so wirklich noch dabei haben wollten. Sein Gegenargument war immer die finanzielle Belastung, da er aufgrund von “Arbeitslosigkeit durch Selbstverschulden” nicht immer liquid ist.
Aber nachdem wir ihm alles schön gerechnet hatten, war er im Boot.
Dadurch sinken auch für uns die Reisekosten enorm, da Busanschaffung und Sprit nun durch 3 geteilt werden.
“Is aba imma no zdeia” Zitat von uns dreien
2 Kommentare:Mitfahrer, Planung, Tobi
von John am 24.07.2009 unter Reisevorbereitungen, Routenplanung
Langsam nimmt unsere Reise Gestalt an. Heute haben Marcus und ich uns mal zusammengehockt, um die geplante Route mal ein wenig zu überarbeiten. Das war notwendig geworden, da es von einigen Bedenken gab (in Hinsicht auf unseren Russland-Ausflug).

Unsere alte Route
Unsere ursprüngliche Route ging nach dem Stopp in Königsberg über Wilna (Litauen), Minsk (Ukraine) und Smolensk (Russland) nach Moskau. Nach einigen Tagen dort sollte es dann über St. Petersburg nach Helsinki gehen.
Diese Planungen haben wir nun über den Haufen geworfen. Sowohl meine Eltern (die schon in Russland & Moskau waren), als auch ein Freund (war ebenfalls schon da) haben uns von dem Abstecher durch Russland abgeraten. Einerseits aus Sicherheitsgründen, denn wie wir alle wissen, erhöht sich die Auto-Klau-Rate, je weiter man nach Osten kommt gewaltig und auch kriminalitätstechnisch ist Russland ganz weit oben. Andererseits soll es in Russland wirklich nicht so schön sein, dass man das gesehen haben muss.
Dazu kommt die Korruption. Erzählungen zufolge werden (ausländische) Autos von russischen Polizisten einfach aufgehalten und man muss eine kleine “Straßenmaut” verrichten, bevor man weiterfahren darf. In Wirklichkeit ist da natürlich nur ein Zubrot zum mickrigen Gehalt.
Daher geht unsere Route jetzt durch die baltischen Staaten (Litauen, Lettland, Estland). In Reval/Tallin nehmen wir dann einfach eine Fähre nach Helsinki. Die kostet so in etwa 40€.
Den Streckenteil durch Italien haben wir ebenfalls gestrichen. Ganz einfach aus dem Grund, dass wir Italien schon aus diversen Urlauben kennen und die Fahrt uns dort wenig neues zeigen kann. Dazu kommen noch ganz einfach Kostengründe und eventuell auch das Klima (denn VW-Busse haben selten Klimaanlagen
).
3 Kommentare:Baltikum, Italien, Planung, Route, Russland
von John am 22.07.2009 unter Autokauf, Reisevorbereitungen
So, noch ein Jahr ist es hin, trotzdem müssen wir uns langsam um unseren fahrbaren Untersatz kümmern. Wir hatten uns ja überlegt, dass wir uns einen VW-Bus T3 mit Westfalia-Campingausstattung holen. Da hat man dann fast alles drin (Kühlschrank, Herd,…), was man so zum durch-die-Welt-reisen braucht; man kann da sogar drin übernachten (bis zu 4 Personen
). Nur, wie kommen wir an so ein Ding ran? Immerhin werden die T3-Busse seit 1992 (Quelle: Wikipedia) nicht mehr hergestellt.
Also ab in die bekanntesten Gebrauchtwagenbörsen im Internet und los ging die Suche. Problem: Das Geld. Wir brauchen einerseits einen Bus, der möglichst nicht teurer als 3.000€ ist, andererseits muss der dann aber 13.000km am Stück durchhalten. In einer sehr detaillierten und gut formulierten Kaufberatung zu T3-Bussen konnten wir dann lesen, dass man für einen guten Camping-Bus mit mindestens 8.000€ rechnen müsste. Das war erst einmal in kleiner Schock für uns.

So sah das im Internet aus
Doch nach einiger Zeit sind wir dann bei einem Gebrauchtwagenhändler in der Nähe von München fündig geworden. Für Recht günstige 2.300€ gab es einen (auf den Produktfotos) recht gut aussehenden VW Bus. Es war die 70PS-Version mit Servolenkung (!) und “gerade einmal” 169.000km auf dem Buckel. Baujahr: 1982. Das Schnäppchen wollten wir uns nicht entgehen lassen, also haben wir uns heute einen Tag in der Schule frei genommen und sind ab nach München. Es war ein brütend heißer Tag, die Luft ließ sich quasi mit dem Messer schneiden.
Endlich angekommen kam die große Überraschung. Wir hatten uns “ein wenig” von den Bilder täuschen lassen. Ich würde den Bus eher als “Rostlaube”, “Schrottkiste” oder “Mülldeponie” bezeichnen. Wir haben ihn uns erst mal von außen angeschaut und festgestellt, dass es überall rostige Beulen, Fugen und Löcher gab. Als da Marcus mal den Zustand des Rostes mit dem Finger testen wollte, brach er gleich durch (siehe Fotos)…
Während wir den Wagen inspizierten kam ein Ortsanssässiger vorbei. Mit Ortsansässiger meine ich Ortsansässiger. Immerhin wohnte er in einem Wohnwagen auf dem Gebrauchtwagenmarktplatz. Und dann ging es los… Der Typ hat uns zugelabert und hat einfach nicht mehr aufgehört. Leider haben wir kein Bild von ihm. Er ist nämlich (angeblich) selber “Oldtimer”-Liebhaber und bastelt gerne an Autos rum. Mittlerweile wissen wir von seinen gefühlt 100 Autos, die er seit 1970 aufgemotzt hat. Zu jedem davon gab es eine Geschichte mit tollen Zitaten des Mechaniker, Begegnungen mit der Polizei, etc… Furchtbar.
Um uns den Innenraum anzuschauen mussten wir ja den Schlüssel vom Händler holen (mit der Hoffnung unseren Freund loszuwerden). Hat blöderweise nicht funktioniert. Naja, innendrin sah es dann fast noch schlimmer als von außen. Überall lag noch Müll/Dreck rum, der Kühlschrank war verschimmelt, auf den Matratzen waren Flecken, überall war Staub, usw… Die interessantesten Funde waren ein Tampon und eine Pornozeitschrift der Vorbesitzer. Ich verstehe einfach nicht, warum man das Auto nicht wenigstens ein bisschen vorher aufräumt…
Sind dann mehr oder weniger enttäuscht wieder heim, aber jetzt wissen wir schon einmal was wir NICHT wollen.^^
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